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Unbequeme Tote

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Aus dem Spanischen von Miriam Lang, 240 Seiten, Paperback

Nicht vorrätig

ISBN

978-3-935936-39-2

Erschienen

09/2005

Alle Bücher von , bei Assoziation A

Beschreibung

»Unbequeme Tote« ist das Ergebnis eines einzigartigen literarischen Experiments: Der wortgewandte Sprecher der zapatistischen Guerilla und der bekannteste Krimi-Schriftsteller Mexikos schreiben vierhändig einen Roman, der in wöchentlichen Vorabdrucken in der größten linken Tageszeitung des Landes erscheint:

Héctor Belascoarán Shayne, unabhängiger Detektiv in Mexiko-Stadt, erhält geheimnisvolle Anrufe von einem Toten. Zur gleichen Zeit wird Elías Contreras, »Ermittlungskommission« der EZLN, ein Dossier über einen »gewissen Morales« zugespielt, der in dunkle Geschäfte im lakandonischen Urwald verwickelt ist.
Gemeinsam nehmen sie eine Spur auf, die in die Zeit des Schmutzigen Krieges in Mexiko zurückführt.

Vgl. auch „Die Botschaften des toten Genossen“ von Anne Huffschmid in der taz vom 17. Januar sowie den Artikel „Literarisches Ping-Pong in Mexiko“ von unserer Übersetzerin Miriam Lang in der Telepolis vom 2. Januar 2005.

Die Ermittlungen der Detektive führen in die verdrängte Geschichte Mexikos und damit in die Welt von Staatsverbrechern, rechtsradikalen Netzwerken, korrupten Politikern und skrupellosen Konzernen. In den Kellern der Nation liegen Leichen …
Krystian Woznicki, Telepolis mehr …

Alles in allem ein wirklich gelungenes literarisches Experiment, ein spannender und witziger Thriller und zugleich die charmanteste Art politischer Propaganda, die dem Rezensenten seit langem begegnet ist.
Hartmut Schwarz, Der Subcomandante als Krimiautor, Deutschlandfunk

Eine geniale Mischung aus hochkarätiger Literatur, spannungsreichem Krimi und politischem Statement. Klasse.
Jochen Knoblauch, Graswurzelrevolution, Nr. 304

Der Roman ist ein richtiger Lesespaß nicht nur für Taibo-Fans, denn auch der Sub hat ja bekanntlich einiges literarisch zu bieten. Elías Contreras, der die spanische Grammatik permanent auf den Kopf stellt und dabei ein „tzotzilisiertes Spanisch“ (Taibo) hervorbringt, ist ein echter Gewinn für die ErmittlerInnen-Szene.
Jürgen Mümken, direkte aktion

Es ist interessant zu sehen, wie im Buch zweierlei Mentalitäten aufeinandertreffen. Denn der Krimiautor Taibo und der Guerillaführer Marcos bleiben beide beim Schreiben der Haltung treu, die ihre Profession ihnen abverlangt.
Merten Worthmann, Die Feder des Aufruhrs, SZ, 4.5.2006

Man kommt man beim Lesen ob der liebevoll gezeichneten, skurrilen Personen und des Witzes kaum aus dem Schmunzeln heraus.
Heiko Wegmann, Kriminalistisches Ping-Pong aus Mexiko aus, ak 501, mehr …

Der Roman ist gute und intelligente Unterhaltung und das macht Taibo ohnehin nicht so schnell jemand nach, zumindest nicht so gut.
Dario Azzellini und Alexandra Urban, ila 289mehr …

Zweifellos zeigt sich, dass Taibo ein Erzähler, ein Romanautor ist und Marcos ein politischer Kommentator, für den das Schreiben ein Mittel ist, um eine politische Botschaft zu formulieren.
Wolf-Dieter Vogel, Zwei aus dem Dschungel, jungle world 45/2005mehr …