Das Buch "Es waren viele Pferde" von Luiz Ruffato bietet einen exzellenten Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit aktueller Literatur aus Brasilien. Ohne Zweifel ist es einer der stärksten und lesenswertesten Titel.
Thomas Völkner aus Blickpunkt Lateinamerika mehr ...
In Brasilien gilt dieses Buch als einer der besten Romane des letzten Jahrzehnts. Das ist nicht erstaunlich, denn es ist ein Solitär in der an ungewöhnlichen Werken nicht gerade reichen brasilianischen Gegenwartsliteratur.
Peter B. Schumann aus BR Diwan Büchermagazin
Ein Tag in São Paolo und 69 Protagonist*innen. Wie in einem Kaleidoskop fallen ihre Geschichten zu einem Gesamtbild zusammen. Ruffato erzählt von armen, ganz armen, reichen, verzweifelten, gelangweilten, verrückten, schlechten, bedauernswerten ganz normalen Menschen in äußerst knapper Form. Eine alltägliche Szene beobachtet im Verkehrsstau, ein Brief in ungelenker Rechtschreibung, wenige Buchseiten lang lauschen wir einem inneren Monolog. Die Wirkung dieser Miniaturen ist geradezu monumental. Eine kurze Reihe von Zeitungsannoncen, die Auflistung einer CD-Sammlung oder einer Zimmereinrichtung lesen sich jeweils wie ein ganzer Roman über ein ganzes langes und kompliziertes Leben. Ergreifend!
aus Buchladen zur schwankenden Weltkugel
Eine wirklich lohnenswerte, höchst anregende und kurzweilige Lektüre, die sich im Bereich zwischen Roman, Kurzgeschichte und Lyrik bewegt. Rasen Sie also nicht durch den Band, sondern genießen Sie seine ungewöhnliche, vielstimmige Ästhetik, die Michael Kegler mit viel Feingefühl ins Deutsche übertragen hat.
Doris Wieser Anti-traditionell, avantgardistisch aus CULTurMAG mehr ...
Geschichten von Überlebenden und Sterbenden, von Gelegenheitsdieben und Arbeitsuchenden, von Prostituierten und Familienvätern, von Straßenhändlern und Obdachlosen: ein Karussell der verlorenen Seelen.
Marten Hahn Menschen außerhalb des Booms aus Deutschlandradio Kultur mehr ...
"Es waren viele Pferde" ist ein bedrückendes und beeindruckendes Buch, das hinter die Fassaden der Glitzerwelt der berühmten Avenida Paulista blickt.
Eva Karnofsky Hinter den Glitzerfassaden von São Paolo aus DLF Büchermarkt mehr ...
Der Aufstieg des Autors Luiz Ruffato erscheint märchenhaft. Geboren im Hinterland Brasiliens, zählt er heute zu den wichtigsten Schriftstellern dieser aufstrebenden Wirtschaftsmacht. Ein Porträt und Gespräch bei Faust Kultur.
Michael Kegler Unprätentiös aber verwegen aus faust mehr ...
Unter dem Titel "Das ist der Wahnsinn" veröffentlicht die Frankfurter Rundschau eine geradezu hymnische Rezension von "Es waren viele Pferde". Zu Luiz Ruffato heißt es: "Ein Revolutionär der brasilianischen Literatur, ein Weltliterat". Für den Rezensenten Mathias Schnitzler ist das Buch "der vielleicht wichtigste brasilianische Roman der letzten Jahre".
Mathias Schnitzler Das ist der Wahnsinn aus Frankfurter Rundschau mehr ...
Ruffato hat ein Kaleidoskop der urbanen Gesellschaft geschaffen – voller Szenen, die sich rasant drehen.
Saskia Vogel Megacity im Kaleidoskop aus Lateinamerika Nachrichten mehr ...
Luiz Ruffato hat nichts weniger als eine Sprache für den Großstadtroman des 21. Jahrhunderts gefunden. Es ist ein großes Glück, dass sein Roman nun in einer kaum hoch genug zu lobenden Übersetzung von Michael Kegler auf Deutsch vorliegt.
Tobias Gunst Die erlesbare Metropole aus literaturkritik.de mehr ...
Brutal ist die Realität von São Paulo, doch wird sie hier mit solcher poetischen und humanen Emphase beschrieben, dass daraus auch Hoffnung entwächst. So etwas vermag nur grosse Literatur zu leisten.
Cejana Di Guimarães So hautnah, dass es schmerzt aus NZZ mehr ...
Schon jetzt wird Ruffato als großer Erneuerer der lateinamerikanischen Literatur gefeiert.
Benno Feichtner Luiz Ruffato zu Gast in Wien aus ORF Kultur mehr ...
Ruffatos Roman ist ein parteiisches Werk. Er gibt denen, die nichts zu melden haben, eine Stimme, den Namenlosen ein Gesicht und den Ausgegrenzten ihren Wert. Er ist prall voll mit Monologen, Dialogen, Tetralogen. Die Armen bewältigen ihre Lebenswirklichkeit narrativ, nicht analytisch. Wer etwas verstehen will von der heutigen Realität Brasiliens, für den ist dieses Buch Pflichtlektüre.
Lutz Taufer Noch mehr arme Schweine aus taz mehr ...
Die Wiener Zeitung fühlt sich bei der Lektüre Luiz Ruffatos an die Montagetechnik Döblins erinnert: "Ruffato gelingt es dabei, auf wenigen Seiten ein einzelnes Schicksal so zu fassen, dass es unter die Haut geht. Die Figuren tauchen auf und verschwinden wie gehetzte Passanten auf dem Weg in die Büroschluchten, während sich São Paulo in einem wahnwitzigen Tempo weiterdreht."
Klaus Huhold Halb Slum, halb Paradies aus Wiener Zeitung mehr ...
Ein literarischer Streifzug durch die brasilianische Megametropole São Paulo: Luiz Ruffato, Bernardo Carvalho und Lygia Fagundes Telles führen in einen spannungsgeladenen Lebensraum.
Wolfgang Ludwig Gewalt und Atemnot aus Wiener Zeitung mehr ...


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