Vor über einem Vierteljahrhundert kam ein Buch heraus, das viele als »Bibel der Autonomen«, also der militanten westdeutschen Sozialbewegung der 80er Jahre, bezeichneten. Der Titel war Programm: »Leben als Sabotage«. Sein Autor war einer der wenigen sozialrevolutionär gebliebenen Aktivisten, die sich in den 70er Jahren von einer spezifischen Lesart des Marxismus in Italien, in dem der Klassenkampf als primär angesehen wurde, inspirieren ließ: die Rede ist von Detlef Hartmann. Hartmann sieht das neue Terrain der Auseinandersetzung nicht auf der Ebene des Klassenkampfes, sondern aufgrund des auf die »Seele« gerichteten Zugriffs des Kapitals in der Selbstbehauptung. Alles in allem ist das Buch ein Plädoyer, die im wahrsten Sinne des Wortes totalitäre Dynamik des aktuellen Kapitalismus in den Blick zu bekommen.
Gerhard Hanloser, junge welt, 9.6.2008 aus junge welt
Wenn Hartmann und Geppert von einem Krieg sprechen und immer wieder den totalen Zugriff auf den Menschen mit ins Spiel bringen, entwickeln sie keine Verschwörungstheorie – vielmehr handelt es sich um den manchmal etwas reißerisch formulierten Versuch nachzuweisen, dass der von Adorno konstatierte „gesellschaftliche Verblendungszusammenhang“ eine neue Dimension erreicht hat. Die durch McKinsey, Hartz IV und die Agenda 2010 in die Wege geleiteten Umstrukturierungen verschweigen oder verschleiern nicht mehr den unsolidarischen und aggressiven Charakter des Kapitalismus, sondern legitimieren ihn mit Begriffen wie Innovation, Effizienz und Flexibilität. … Der große Nutzen von Hartmanns und Gepperts Buch besteht vor allen in den zusammengetragenen Quellen, etwa aus McKinsey-Berichten und Wirtschaftsratgebern.
Martin Büsser aus konkret
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