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Britt Weyde : "Hier ist Deutschland" aus ila 288 (9-2005) mehr ...
Ein Bewegungsbuch, das aus den antirassistischen Bewegungen kommt und für sie geschrieben wurde.
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Ralf Mahlich aus Journal der Jugendkulturen Nr. 14
Im Mittelpunkt des Buches „WiderstandsBewegungen“ stehen die verschiedenen Formen von Widerstand, die sich unter Antirassismus subsumieren lassen. Antirassistische Widerstandsbewegungen organisieren Widerstand gegen Rassismus, kämpfen für Bewegungsfreiheit und eine offene Gesellschaft ohne Diskriminierungen. Dabei sind die Formen von Widerstand mindestens so vielfältig wie ihre Ziele.
Die Herausgeber_innen Gruppe interface machte sich 2005 daran, eben diese facettenreichen widerständigen Stimmen zu sammeln. Dabei ist ein spannendes Buch herausgekommen, in dem unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen ihre Kämpfe beschreiben und verschiedene Perspektiven auf Kontroversen und Debatten, Erfolge und Scheitern, Ziele und Utopien transparent machen.
Die Gruppe hat versucht, schlaglichtartig die ganze Bandbreite antirassistischer Widerstandsbewegungen darzustellen. So ist beispielsweise das Feld der kulturellen Produktion ein wichtiger Ort von Kämpfen gegen rassistische Zuschreibungen. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, wehren sich Migrant_innen und Flüchtlinge gegen rassistische Verhältnisse. Sie schließen sich in Heimen zusammen, protestieren gegen schlechte Versorgung, gegen die Schikane auf den Ämtern, gegen Abschiebung und Polizeigewalt. Sie bilden migrantische Netzwerke und Kooperationen mit anderen Gruppen und starten Kampagnen.
Darüber hinaus zeigt das Buch den historischen Kontext antirassistischer Kämpfe, die immer auch verbunden sind mit anderen sozialen Bewegungen und gesellschaftlichen Diskursen, auf.
Entstanden ist ein Bewegungsbuch, das aus den antirassistischen Bewegungen kommt und für sie geschrieben wurde. Es beinhaltet auch die Hoffnung, durch das Aufzeigen und Zusammenführen aktueller Debatten in und zwischen den Widerstandsbewegungen gemeinsame Perspektiven aufzuzeigen.
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