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HOME >> Rezension >> Bello, Walden : Politik des Hungers  
 
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Mit "Politik des Hungers" hat der Verlag Assoziation A ein Buch des Alternativen-Nobelpreis-Trägers Walden Bello auf den deutschen Büchermarkt gebracht, das sich vor allem mit der Ernährungskrise aus der Sicht der Bauern - der Produzenten unserer Nahrung - beschäftigt.
Gerhard Klas : aus Deutschlandfunk Andruck (30.8.2010) mehr ...
Walden Bello schreibt klar, analytisch, fachkundig. Seine zuverlässig zusammengetragenen Fakten brauchen den Ton der Anklage nicht.
Susanne Billig : "Das Leiden der Kleinbauern" aus Deutschlandradio Kultur (10.8.2010) mehr ...
Das Buch soll eine Hilfe sein, darüber nachzudenken, wie wir uns in der Welt positionieren: als Profiteure des Kolonialismus und eines Jahrhunderts der Extreme oder als kosmopolitische aktive Menschen, die ihrer Mitverantwortung für den Hunger in der Welt nicht ausweichen wollen. ... Es gibt derzeit nichts Besseres zu diesem vielleicht wichtigsten aller Themen.
W. Bergmann : "Food Wars" aus materialien.org (Juli 2010) mehr ...
Die Nahrungsmittelkrise von 2007 und die darauf folgenden Hungerrevolten haben die Organisationsprinzipien der globalen Landwirtschaft wieder verstärkt in die öffentliche Diskussion gebracht. Dazu hat der philippinische Soziologieprofessor, Walden Bello, eine lesenswerte Analyse vorgelegt.
Axel Berger : "Der Welternährungskrieg" aus Neues Deutschland (3.8.2010) mehr ...
Bellos Buch ist die Nummer 1 der Sommerempfehlungen des ORF im Bereich Sachbuch.
aus ORF (5.7.2010) mehr ...
Es ist einer der großen Verdienste dieses Buches, mit dem letzten Kapitel über die „Politik des Hungers“ hinauszugehen, und eine „Politik der Hoffnung“ aufzuzeigen. Die großen Bauernbewegungen des Südens sind ein Akteur, der die Rolle der alten progressiven Arbeiterorganisationen übernommen hat und gezielt und kraftvoll gegen die neoliberale Wirtschaftideologie ankämpft.
Roland Kulke : aus RosaLux Europa (28.7.2010) mehr ...
Mit dem programmatischen Titel - im Original "The Food Wars" - bezieht der Träger des Alternativen Nobelpreises eindeutig Stellung: Hunger wird gemacht. Er ist Folge absichtsvoller politischer Entscheidungen und nicht etwa tragischer Kollateralschaden einer ansonsten dem Erhalt des Lebens verpflichteten Politik.
aus Schattenblick (17.6.2010) mehr ...
 
aus ORF (5.7.2010)
Weltweit sind nach Schätzungen der UNO heute 1,2 Milliarden Menschen von Hunger bedroht - so viele wie nie zuvor. Verantwortlich dafür, argumentiert der philippinische Soziologe und Träger des Alternativen Nobelpreises, Walden Bello, sind nicht in erster Linie ökologische Faktoren. Die Nahrungsmittelkrise sei gemacht, lautet Bellos These in seinem Buch "Politik des Hungers".
Er sieht ihre Ursachen hauptsächlich in der fortschreitenden Kapitalisierung der Landwirtschaft, einem Szenario, das Bauern in Schwellenländern und der "Dritten Welt" sprichwörtlich das Wasser abgräbt - zugunsten westlicher Agrarkonzerne.
Eine von Bellos Grundthesen: Die Länder, die am meisten zur weltweiten Nahrungsmittelversorgung beitragen, profitieren am wenigsten davon. Strukturanpassungsprogramme von Weltbank und IWF gemeinsam mit der Liberalisierung des Welthandels hätten gewachsene kleinbäuerliche Strukturen in den letzten 20 Jahren systematisch ruiniert, argumentiert Bello.
Er versucht, diese komplexe Entwicklung im Rahmen einer "politischen Ökonomie des Hungers" nachzuzeichnen, und plädiert für eine "Deglobalisierung" und "Rückverbäuerlichung" der industrialisierten Landwirtschaft als Ausweg aus der Nahrungsmittelkrise.
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