An dem spezifischen Punkt der Ungleichheit und da, wo mangelndes Recht und nicht erfahrene Gerechtigkeit zu Ungerechtigkeit führen, setzt die penible Arbeit von Bianca Schmolze und Knut Rauchfuss an. An zahlreichen Länderbeispielen führen sie vor, dass die globale Kultur einer Straflosigkeit von Menschenrechtsverbrechen nicht zu durchbrechen war. Ihre Aufsatzsammlung zeigt exemplarisch, wie Betroffene von Menschenrechtsverletzungen in jeweils zwölf Ländern, von denen fünf aus Lateinamerika sind (andere beziehen sich auf Afrika, Asien und das ehemalige Jugoslawien), einfordern, dass die Täter juristisch zur Verantwortung gezogen werden. Von diesen Kämpfen handelt dieses Buch. ...
Schmolze und Rauchfuss sind Mitglieder in der Bochumer Medizinischen Flüchtlingshilfe, die eine Kampagne unter dem Thema „Gerechtigkeit heilt“ führt. Aus ihrer Erfahrung in der Gesundheitsarbeit mit Flüchtlingen wissen sie, dass die Straflosigkeit von Menschenrechtsverbrechen zu neuen Traumata führt. Die gründlich und engagiert recherchierten Beiträge von Schmolze/Rauchfuss sind eine vertiefende und beispielgebende Ergänzung ... |