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HOME >> Rezension >> Kolling, Heide : Honig aus dem zweiten Stock  
 
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Das Buch bietet keine Analyse, aber berührende und auch witzige Einblicke, keinen distanziert-überheblichen Zooblick, sondern eine respektvolle Liebeserklärung auf Basis persönlicher Erfahrungen.
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Elisabeth Voß aus CONTRASTE (Oktober 2008)
Wie organisieren überwiegend jüngere Menschen ihre Leben zwischen Studium und Übergang ins Berufsleben, Räumungsbedrohung oder Hauskauf und Selbsthilfesanierung? Wie äußern sich die konkurrierenden Anforderungen im Leben der einzelnen Personen, und wie versuchen Gruppen Strukturen und Transparenz in ihren Alltag zu bringen?
Politische und persönliche Wünsche und Ansprüche werden sichtbar, Fragen gemeinsamer Verantwortung für Kinderbetreuung oder für Menschen in schwierigen Lebenssituationen von Krankheit oder Krise. Im Hausprojekt ist das Private mindestens halböffentlich, Freundschaften Beziehungen und Konflikte werden von anderen wahrgenommen, selbst beim Sex hören vielleicht andere zu, zwangsläufig. Das Aushandeln von Nähe und Distanz ist ein Dauerthema gemeinschaftlichen Wohnens.
Und alles was in selbstverwalteten Zusammenhängen immer wiederkehrt, ist auch hier sichtbar: Dominanz weißer AkademikerInnen, Entstehung informeller Hierarchien, Unterschiede bei der Übernahme von Verantwortung, autonome Frauenräume ...
Das Buch bietet keine Analyse, aber berührende und auch witzige Einblicke, keinen distanziert-überheblichen Zooblick, sondern eine respektvolle Liebeserklärung auf Basis persönlicher Erfahrungen.
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