ISBN 978-3-935936-23-1 | 168 Seiten | erschienen September 2003 | 12.00 € / 20.90 sF | lieferbar
Zum Buch:
Der Roman »Wir wollen alles« erzählt die Geschichte eines jungen italienischen Arbeiters aus dem Süden, der in den sechziger Jahren in den Norden geht, um zu arbeiten. Die Arbeit in den Turiner Fabriken kotzt ihn an, genauso wie die Maloche in den Klitschen seines Heimatdorfes. Er fängt überall Krach an, schmeißt einen Job nach dem anderen. Schließlich landet er bei FIAT. Hier tritt er in Kontakt zu linken Arbeiter- und Studentengruppen, die Treffen veranstalten, Flugblätter verteilen und Streiks unabhängig von der Gewerkschaft organisieren. FIAT wird 1969 zum Zentrum des Arbeiterwiderstandes gegen die Arbeit.
Der Roman von Nanni Balestrini wurde mitten in einem Kampfzyklus geschrieben, zwischen dem »heißen Herbst« und der Fabrikbesetzung bei FIAT. Mit ihm hat er den Kämpfen der italienischen Massenarbeiter ein literarisches Denkmal gesetzt.
Der Titel des Buches wurde zur Parole einer »anderen Arbeiterbewegung«, die auch in der deutschen Autonomie-Debatte einen Widerhall fand.
Zusammen mit Die Unsichtbaren und Der Verleger ist Wir wollen alles Teil der Romantrilogie, die nun auch auf Deutsch unter dem Titel Die große Revolte vorliegt. Siehe ...