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Balestrini, NanniCover: Sandokan

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Sandokan
Eine Camorra-Geschichte 
Aus dem Italienischen von Max Henninger
ISBN 978-3-935936-55-2 | 144 Seiten | erschienen November 2006 | 13.00 € / 22.90 sF | lieferbar
 
Zum Buch:
2. Auflage

In einem heruntergekommenen Landstrich Süditaliens entscheidet sich eine Gruppe Jugendlicher für die organisierte Kriminalität, um dem elenden Kleinbauerndasein ihrer Eltern zu entkommen. Fest entschlossen, vor nichts Halt zu machen, ermorden sie in kürzester Zeit ihre Rivalen und erringen die Vorherrschaft über die örtlichen Camorra-Gruppen. Nachdem sie den Drogenhandel in ihre Hand bekommen haben, gehen sie dazu über, ein gewaltiges Wirtschaftsimperium aufzubauen, mächtiger und reicher als das der sizilianischen Mafia.
Auf den dramatischen und gewaltsamen Aufstieg folgt ein blutig ausgetragener innerer Zwist. Die Anführer der Gruppe schalten sich gegenseitig aus, bis es schließlich zur Verhaftung Sandokans, des letzten und berüchtigsten Anführers, kommt.
Zeuge dieser auf wahren Begebenheiten beruhenden Episode der italienischen Kriminalgeschichte ist ein ortsansässiger Jugendlicher, der sich weigert, die Laufbahn seiner Bekannten einzuschlagen, und sich entscheidet, seiner verwüsteten Heimat für immer den Rücken zu kehren.

»Nanni Balestrini ist der ›italienische Lieblingsautor‹ der westdeutschen radikalen Linken. Sein Werk reflektiert wie kaum ein anderes die jüngere Sozialgeschichte Italiens. Es stellt den Versuch dar, ästhetische und politische Avantgarde miteinander zu verbinden. Balestrini ist nicht nur ein undogmatischer Linker, sondern auch ein moderner Lyriker, experimenteller Schriftsteller und bildender Künstler, ein engagierter Intellektueller und unermüdlicher Zeitschriftengründer, kurz: ein im wahrsten Sinne des Wortes militanter Literat« (Jürgen Schneider).

»Balestrini arbeitet wie ein Musiker, er fängt O-Töne aus dem Milieu ein, über das er schreibt und sampelt sie zu einem Track. Seine Romane sind so atemlos wie ein erregter Erzähler in einer vollbesetzten Kneipe« (Telepolis).