Hartmann, Detlef

Innovative Barbarei gegen soziale Revolution

Kapitalismus und Massengewalt im 20. Jahrhundert

Krisen – Kämpfe – Kriege, Band 2

ISBN 978-3-86241-454-3 | erscheint 11/2017 | 240 Seiten | Paperback | 14,00 €

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Als »Urkatastrophe« wird der Erste Weltkrieg bezeichnet, als »sinnlos« seine Massaker. Die Barbareien des Zweiten Weltkriegs und deren Vorläufer werden im Falle Deutschlands und Japans dem Wüten rückwärtsgewandter Ideologien zugeschrieben – im Falle der Sowjetunion einer Verirrung der doch so guten sozialistischen Ideen.

Dem Ersten Weltkrieg fielen 20 Millionen Menschen zum Opfer, dem stalinistischen Sozialismus an die 10 Millionen Bauern, und 10 Millionen starben während der Säuberungen, zumeist in Zwangsarbeitscamps. Dem Zweiten Weltkrieg wurden in Europa mehr als 40 Millionen Menschen geopfert, in Asien starben etwa 20 Millionen.

Sinnlos? Keineswegs. Hartmanns Buch spürt dieser globalen massenmörderischen Wirklichkeit nach, in der Verwendung der neuesten, auch eigenen Forschungen.

Massengewalt, Massaker, Genozid dienten der Erschließung von Gewaltressourcen für den Prozess kapitalistischer Innovation, sie waren, krude gesagt, Mittel des kapitalistischen Fortschritts.

Angesichts krisenhafter Stockungen der Vorkriegsdynamik von Innovation und Verwertung eröffneten die Speerspitzen des deutschen Kapitalismus mit dem Ersten Weltkrieg einen 30-jährigen Zyklus dieser Barbarei und zogen zugleich ihre Gegner mit hinein. Diese folgten mit ihrem je nationalen Einstieg in die kriegerische Innovation – alle bis hin zu den USA.



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