Ernesto Kroch Ernesto Kroch wurde 1917 in Breslau geboren.
Als Jugendlicher schließt er sich zunächst dem deutsch-jüdischen Jugendbund »Kameraden« an, wechselt später aber zur Jugendorganisation der KPO, einer antistalinistischen Abspaltung der KPD. Nach der Machtübernahme der Nazis beteiligt er sich an antifaschistischen Widerstandsaktionen, wird verhaftet, wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« verurteilt und nach der Haft in das Konzentrationslager Lichtenburg verschleppt.
1937 kommt er unter der Auflage frei, Deutschland binnen zehn Tagen zu verlassen. Über Jugoslawien, wo er eine Zeitlang auf dem Landgut einer zionistischen Auswanderungsorganisation verbringt, gelingt ihm ein Jahr später die Emigration nach Uruguay.
In seiner neuen Heimat setzt er sein politisches Engagement in der Kommunistischen Partei fort. Nach dem Militärputsch 1973 beteiligt er sich am Aufbau der Untergrundstrukturen der Metallarbeitergewerkschaft und gerät ins Visier der staatlichen Verfolgungsorgane. Vor ihrem Zugriff rettet er sich 1982 durch eine erneute Flucht – diesmal zurück nach Deutschland, wo er bis zum Sturz der Junta lebt.
Seit 1985 lebt Ernesto Kroch wieder in Montevideo und ist als engagierter Linker weiterhin in sozialen Basisorganisationen und im Umfeld des Linksbündnisses Frente Amplio aktiv.
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